Es gibt viele gute Gründe, Seife selbst zu Hause herzustellen: Es ist eine unterhaltsame und entspannende Tätigkeit und bietet zugleich die Möglichkeit, die Inhaltsstoffe der Produkte kennenzulernen, die wir täglich für unseren Körper verwenden, und gezielt gesunde und natürliche Zutaten auszuwählen.
In diesem Artikel findest du alle Informationen, die du benötigst, um selbst eine hochwertige, hautfreundliche, ansprechend gestaltete und angenehm duftende Seife herzustellen.

Die Seife von früher und die Seife von heute
Früher wurde zur Seifenherstellung Lauge aus Holzasche verwendet – ein schwer zu handhabender und durchaus gefährlicher Stoff. Heute lassen sich mit handelsüblicher Lauge beziehungsweise Ätznatron auch zu Hause bessere Ergebnisse erzielen und die Verarbeitung sicherer gestalten. Die beiden weiteren grundlegenden Zutaten für die Seifenherstellung sind Fett und Wasser.
Der Herstellungsprozess lässt sich in zwei Hauptphasen unterteilen. In der ersten, praktischen Phase werden die drei Grundzutaten miteinander vermischt. Dadurch beginnt der Verseifungsprozess, anschließend wird die Masse in die Formen gegossen.
Die zweite Phase wird als Reifezeit bezeichnet. Während dieser Zeit setzt sich die chemische Reaktion zwischen den Inhaltsstoffen fort und die Seife härtet nach und nach aus, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht.
Seife selbst herzustellen ist einfacher, als man vielleicht denkt, und kann große Freude bereiten!
Die Hauptzutaten für die Seifenherstellung: Ätznatron, Fett und Wasser.
Ätznatron
Es ist eine Zutat, die sich als gefährlich erweisen kann, wenn sie nicht mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gehandhabt wird.
Hier sind einige wichtige Dinge, die man wissen sollte:
Soda Caustica in scaglie
– Ätznatron kann mit verschiedenen Metallen reagieren und darf insbesondere nicht mit Zink, Aluminium oder Zinn beziehungsweise Weißblech in Berührung kommen. Geeignet sind Behälter aus hitzebeständigem Glas, laugenbeständigem Kunststoff oder geeignetem Edelstahl sowie unbeschädigte emaillierte Töpfe.
– Bei der Reaktion von Ätznatron mit Wasser entsteht starke Wärme. Verwende deshalb kaltes Wasser und einen Behälter, der Temperaturen von über 93 °C standhält.
– Ätznatron ist stark ätzend und kann bei Verschlucken, Einatmen sowie bei Kontakt mit Haut oder Augen schwere Schäden verursachen. Bewahre es daher außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren auf. Verätzungen müssen nicht sofort spürbar sein, sondern können sich erst nach einigen Minuten bemerkbar machen.
Bei Hautkontakt entfernst du sofort verunreinigte Kleidung und spülst die betroffene Stelle unverzüglich mindestens 15 Minuten lang mit reichlich fließendem Wasser. Verwende keinen Essig und versuche nicht, die Lauge auf der Haut zu neutralisieren. Bei Verätzungen, anhaltenden Beschwerden oder Augenkontakt muss umgehend medizinische Hilfe angefordert werden.
Vielleicht fragst du dich, ob eine so aggressive Zutat wie Ätznatron deine Seife ebenfalls ätzend macht.
Die Antwort lautet: Nein – vorausgesetzt, die Rezeptur wurde korrekt berechnet und der Verseifungsprozess vollständig abgeschlossen.
Während der Verseifung reagiert das Ätznatron mit den verwendeten Fetten und Ölen. Dabei entstehen Seife und Glycerin. Bei einer fachgerecht hergestellten und ausreichend gereiften Seife bleibt kein freies Ätznatron im Endprodukt zurück, sodass sie sicher verwendet werden kann.
Das Fett
Zur Seifenherstellung lässt sich praktisch jede Art von Fett verwenden; häufig kommen flüssige Pflanzenöle zum Einsatz: So besitzt beispielsweise weißes Kokosöl – ebenso wie gelbes Kokosöl – hervorragende schaumbildende Eigenschaften. Von bestimmten Fetten wie geklärter Butter (Butterschmalz), Baumwollsaatöl oder rohem Leinöl raten wir jedoch ab, da sie einen unangenehmen Geruch aufweisen!
Weitere geeignete Öle sind: Avocadoöl, Rapsöl, Maiskeimöl, helles Sesamöl, Olivenöl, Erdnussöl, Distelöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Süßmandelöl, Walnussöl sowie Weizenkeimöl.
Das Wasser
In einigen Regionen Italiens werden hohe Konzentrationen von Kalk und hydratisiertem Gips im Boden durch Regenwasser gelöst. Diese Mineralstoffe dringen durch das Erdreich bis ins Grundwasser und führen zu sogenanntem hartem Wasser.
Bei der Seifenherstellung kann hartes Wasser zur Bildung unlöslicher Ablagerungen führen, die als Seifenfilm oder Kalkseife bezeichnet werden.
Wenn du in einer Region mit hartem Wasser lebst, ist dir dies vermutlich bereits bekannt. Im Handel sind außerdem Testsets erhältlich, mit denen sich der Härtegrad des Wassers bestimmen lässt.
Für die Herstellung deiner Seifen kannst du destilliertes Wasser verwenden oder dein Leitungswasser zuvor entkalken beziehungsweise enthärten.
WAS DU BENÖTIGST
Um Reaktionen mit dem Ätznatron zu vermeiden, dürfen keine Behälter aus Zink, Eisen, Aluminium oder Weißblech verwendet werden. Am besten geeignet sind Behälter aus Glas, Emaille, Edelstahl oder hitzebeständigem Kunststoff.
Achte auch auf die Wandstärke: Ist der Behälter sehr dickwandig, speichert er die Wärme länger und verlängert dadurch die Zeit, bis die Seifenmasse eindickt.
- Hitzebeständiger Behälter mit einem Fassungsvermögen von mindestens ½ Liter
(in verschiedenen Formen erhältlich)
Beim Vermischen von Ätznatron mit kaltem Wasser entsteht starke Wärme. Daher ist es wichtig, kaltes Wasser und einen Behälter zu verwenden, der Temperaturen von etwa 93 °C standhält.
Zum Schutz während der Handhabung von Ätznatron.
Wir verwenden vorzugsweise einen Gummispatel, um die Oberfläche der Edelstahlschüssel nicht zu zerkratzen.
Ätznatron greift Gummi nicht an. Das Material kann jedoch die Duftstoffe ätherischer Öle aufnehmen. Deshalb sollte der Spatel, den du zum Mischen der Seife verwendest, ausschließlich für diesen Zweck bestimmt sein.
Von einem Holzlöffel raten wir ab, da Ätznatron die Holzfasern mit der Zeit schwächen kann und der Löffel dadurch brechen könnte.
Eines für das mit Ätznatron vermischte Wasser und eines für das Fett.
Jedes Thermometer sollte einen Messbereich von 32 °C bis 120 °C abdecken und aus Glas oder Edelstahl bestehen, damit es korrosionsbeständig ist.
Miss die Temperatur immer so, dass das Thermometer nicht den Boden des Behälters berührt. Dadurch vermeidest du einen nahezu direkten Kontakt mit der Wärmequelle.
Einige Thermometer benötigen drei bis fünf Minuten, um die korrekte Temperatur anzuzeigen. Beachte hierzu die Angaben in der Bedienungsanleitung.
Die korrekte Verwendung einer Waage ist entscheidend für das Gelingen der Seife. Rezepte mit ungenauen Mengenangaben wie Tassen oder Löffeln führen häufig zu enttäuschenden Ergebnissen.
Da bei der Seifenherstellung sehr kleine Mengen Ätznatron verwendet werden, empfehlen wir eine elektronische Waage mit Digitalanzeige und einer Genauigkeit von 2 g.
Seife lässt sich leicht aus jeder flexiblen Form lösen, vorausgesetzt, diese ist sauber, trocken und fettfrei.
Hobbyland bietet eine große Auswahl an Formen – von klassischen bis hin zu besonders originellen Designs.
Du benötigst ihn, um die erforderliche Wassermenge abzumessen.
- Ein Timer
In den Rezepten wird immer angegeben, wie lange die Seifenmasse gerührt werden muss. Deshalb benötigst du einen Timer.
- Ein Stabmixer (optional)
Bei einigen Rezepten wird zum Vermischen der Seifenmasse anstelle eines Spatels ein Küchenstabmixer verwendet. Die meisten Stabmixer bestehen aus Edelstahl und werden daher nicht vom Ätznatron angegriffen.
Beim Mixen können leicht Spritzer entstehen. Halte deshalb während der Arbeit ein feuchtes Tuch bereit, um eventuelle Spritzer sofort zu entfernen, und trage immer eine Schutzbrille.
- Ofenhandschuhe oder Topflappen
Sie sind erforderlich, um deine Hände vor der Wärme zu schützen, die von den Mischungen auf die Behälter übertragen wird.
- Messlöffel aus Edelstahlni d’acciaio
Einige ölhaltige Duftstoffe können bestimmte Kunststoffe angreifen oder auflösen. Deshalb empfehlen wir Messlöffel aus Edelstahl. Sie sind langlebig und werden weder durch Farbpulver noch durch Duftöle beschädigt.
Im Handel sind Messlöffel-Sets mit Größen bis hinunter zu 1/8 Teelöffel erhältlich. Einige Rezepte erfordern sogar nur 1/16 Teelöffel einer Zutat.
Seife herstellen: die einzelnen Schritte
Schritt 1
Gib das Fett und die optionalen Zutaten in eine geeignete Schüssel. Erwärme sie auf die Temperatur, die im Rezept als Fetttemperatur angegeben ist, und setze das Thermometer ein.
Achte darauf, dass das Thermometer den Boden der Schüssel nicht berührt, da dies die Messung verfälschen könnte.
Sofern im Rezept nicht anders angegeben, kannst du jetzt die optionalen Zutaten wie Kräuter oder Getreide hinzufügen. Halte die Mischung auf der vorgeschriebenen Temperatur.
Schritt 2
Setze die Schutzbrille auf und ziehe die Gummihandschuhe an.
Falls die Mischung aus Ätznatron und Wasser oder frischer Seifenleim auf deine Haut gelangt, musst du die betroffene Stelle sofort mit reichlich fließendem Wasser abspülen. Warte nicht, bis ein Brennen oder eine Reizung auftritt.
Schritt 3
Löse das Ätznatron in kaltem Wasser auf und warte, bis die Mischung die im Rezept unter „Temperatur der Wasser-Laugen-Mischung“ angegebene Temperatur erreicht hat.
Verwende einen hitzebeständigen Behälter, beispielsweise einen Messbecher aus Pyrexglas, um die vorgeschriebene Menge kalten Wassers mit einer Temperatur von 21 bis 23 °C abzumessen.
Die Wassertemperatur ist wichtig: Ist das Wasser wärmer oder heiß, kann die Mischung überkochen und aus dem Behälter austreten. Ist es dagegen kälter als 16 °C, erreicht die Mischung möglicherweise nicht die für einige Rezepte erforderliche Temperatur.
Rühre das Wasser mit dem Gummispatel um und gib das Ätznatron langsam hinzu. Das Wasser wird dabei trüb und erwärmt sich stark.
Vermeide es während dieses Arbeitsschritts, die entstehenden Dämpfe einzuatmen.
Setze das Thermometer in die Mischung ein und warte, bis sie die im Rezept angegebene Temperatur erreicht hat.
Schritt 4
Sobald beide Mischungen die im Rezept angegebenen Temperaturen erreicht haben, gib die Wasser-Laugen-Mischung zum Fett.
Schritt 5
Rühre die Mischung so lange, wie es im Rezept unter „Andickzeit“ angegeben ist.
Die zunächst flüssige Mischung wird nach und nach undurchsichtiger und dickflüssiger.
Das Andicken ist besonders wichtig, wenn du Kräuter oder andere pulverförmige Zusatzstoffe in die Seife einarbeiten möchtest. Ist die Masse noch zu flüssig, können die Zusätze nach dem Einfüllen in die Form an die Oberfläche steigen oder sich am Boden absetzen.
Schritt 6
Bei Rezepten mit einer Andickzeit von mehr als fünf Minuten gibst du den Duftstoff während der letzten vier bis fünf Minuten der gesamten Rührzeit hinzu.
Bei Rezepten mit einer Andickzeit von weniger als fünf Minuten werden die Duftstoffe unmittelbar nach dem Zusammenführen der beiden Mischungen hinzugefügt.
Schritt 7
Gieße die Seifenmasse in die Formen und entferne überschüssige Masse mit einem Gummispatel.
Klopfe bei Bedarf vorsichtig gegen die Form, damit sich die Seifenmasse gleichmäßig verteilt und die Oberfläche ebener wird.
Fülle die Formen etwas über den Rand hinaus. Nach 24 Stunden beziehungsweise sobald die Seife fest geworden ist, kannst du die Oberfläche mit einem Messer begradigen.
Verwende die übrig gebliebene Seifenmasse zur Herstellung von Seifenkonfetti oder Seifenkugeln.
Schritt 8
Wenn du die Seife aus den Formen nimmst, ist der Verseifungsprozess noch nicht vollständig abgeschlossen. Trage deshalb weiterhin Gummihandschuhe.
Drücke vorsichtig auf die Rückseite der Formen, um die Seifenstücke herauszulösen – ähnlich wie beim Herausnehmen von Eiswürfeln aus einer Eiswürfelform.
Lässt sich die Seife nicht problemlos lösen, kannst du die Form für einige Stunden in den Gefrierschrank stellen.
Schritt 9
Die Reifezeit beginnt mit dem Einfüllen der Seifenmasse in die Formen und endet, sobald die Seife verwendet werden kann. Sie beträgt normalerweise etwa drei Wochen. Einige Seifenarten benötigen jedoch eine längere Reifezeit.
Notiere das Herstellungsdatum, das voraussichtliche Ende der Reifezeit und den Namen des verwendeten Rezepts.
Lege die Seifenstücke auf eine Unterlage aus Kunststoff oder Karton und bewahre sie an einem geeigneten Ort auf, an dem sie für die vorgesehene Zeit ungestört reifen können.
Wende die Seifenstücke während der Reifezeit mehrmals, damit alle Seiten ausreichend mit Luft in Berührung kommen.
Schritt 10
Der Herstellungsprozess ist abgeschlossen und die Seife ist vollständig gereift!
Auf der Oberfläche kann sich ein weißlicher Belag bilden. Dabei handelt es sich um Sodaasche, also Natriumcarbonat, das durch die Reaktion von Ätznatron mit dem in der Luft enthaltenen Kohlendioxid entstehen kann.
Um die Bildung dieses Belags möglichst zu vermeiden, kannst du die frisch eingefüllte Seifenmasse direkt in der Form mit Frischhaltefolie abdecken und dadurch den Kontakt mit der Luft reduzieren.
Alternativ kannst du den Belag einfach entfernen, indem du die Seife unter fließendem Wasser zwischen den Händen reibst oder mit einem feuchten Tuch abwischst.
Duftstoffe

Die Zugabe von Duftölen kann Seifenrezepten eine besondere Note verleihen, aber auch das Gelingen der Herstellung beeinträchtigen.
Alkohol kann beispielsweise dazu führen, dass sich die Bestandteile dauerhaft voneinander trennen. Prüfe daher immer, ob das verwendete Duftöl alkoholfrei ist.
Ätherische Öle
Ätherische Öle sind konzentrierte aromatische Pflanzenextrakte, die beispielsweise durch Wasserdampfdestillation, Pressung oder andere geeignete Extraktionsverfahren gewonnen werden.
Einige ätherische Öle können die Haut reizen oder sensibilisieren. Verwende deshalb ausschließlich Produkte, die für die kosmetische Anwendung geeignet sind, und halte dich an die vom Hersteller angegebenen Einsatzkonzentrationen und IFRA-Grenzwerte.
Eine allgemeingültige Dosierung gibt es nicht, da die zulässige Menge von der Art des ätherischen Öls, seiner Zusammensetzung und der vorgesehenen Anwendung abhängt.
Natürliche Aromen
Natürliche Aromen werden normalerweise verwendet, um Lebensmitteln Geschmack und Duft zu verleihen. Sie sind jedoch nicht automatisch für die Anwendung auf der Haut oder für die Herstellung von Seife geeignet.
Verwende daher nur Aromen oder Duftstoffe, die vom Hersteller ausdrücklich für kosmetische Produkte und für die Seifenherstellung freigegeben wurden.
Ätherische Öle wie Pfefferminze, Nelke oder Zimt können einen intensiveren und beständigeren Duft erzeugen. Auch bei diesen Ölen müssen jedoch die jeweiligen Sicherheitshinweise und zulässigen Dosierungen beachtet werden.
Weitere Duftstoffe
Verwende keine Potpourriöle, Kerzendüfte oder Raumduftöle für deine Seife, sofern sie nicht ausdrücklich für kosmetische Anwendungen zugelassen sind.
Stehen auf dem Etikett Hinweise wie „Hautkontakt vermeiden“ oder „Kann lackierte oder hölzerne Oberflächen beschädigen“, ist das Produkt für die Seifenherstellung nicht geeignet.
Ungewöhnliche Gerüche während der Herstellung
Während der Verarbeitung können aus der Rührschüssel ungewöhnliche Gerüche aufsteigen. Zusatzstoffe wie Milch, Stärke oder bestimmte pflanzliche Bestandteile können vorübergehend unangenehme Gerüche entwickeln.
In vielen Fällen verschwinden oder verändern sich diese während der Reifezeit.
Der endgültige Duft einer Seife lässt sich häufig erst nach vollständiger Reifung beurteilen. Er kann sich auch in den darauffolgenden Wochen und Monaten noch verändern.
Geeignete Duftstoffe
Zu den häufig für Seifen verwendeten Duftnoten gehören beispielsweise Bergamotte, Zedernholz, Kreuzkümmel, Zimt, Citronella, Nelke, Orangenblüte, Patchouli, Pfefferminze, Piment, Rosmarin, Sandelholz, Grüne Minze und Thymian.
Nicht jeder Duftstoff ist jedoch in jeder Konzentration für kosmetische Produkte geeignet. Verwende ausschließlich kosmetische Duftstoffe oder ätherische Öle mit einer klaren Dosierungsangabe für Seife und beachte das Sicherheitsdatenblatt sowie gegebenenfalls das IFRA-Zertifikat des Herstellers.
Zusatzstoffe
Zusatzstoffe sind für die Herstellung von Seife nicht zwingend erforderlich, können ihr jedoch besondere optische, pflegende oder strukturelle Eigenschaften verleihen.
Hier findest du die wichtigsten Arten von Zusatzstoffen:
Stärkehaltige Zutaten
Fein gemahlene Haferflocken, Gerste, Reisflocken oder andere stärkehaltige Zutaten können der Seife eine besondere Struktur verleihen und sich angenehm auf der Haut anfühlen.
Sie können außerdem dazu beitragen, dass die Seifenmasse schneller andickt.
Verwende möglichst fein gemahlene Zutaten, damit die fertige Seife nicht zu rau oder abrasiv wird.
Mineralische Zusatzstoffe
Bimsstein, Ton, Kaolin, Bentonit und Talkum werden nicht verseift und bleiben in ihrer ursprünglichen mineralischen Form erhalten.
Sie beeinflussen die Struktur der Seife, machen sie matter und können die Seifenmasse verdicken.
Bimsstein erzeugt außerdem einen Peelingeffekt und sollte daher nur in geeigneter Körnung und Menge verwendet werden.
Wachs
Die Zugabe von Wachs kann die Andickzeit verkürzen, die Bildung von Sodaasche reduzieren und die fertige Seife härter und formstabiler machen.
Harz, beispielsweise Kiefernharz
Harz kann die Seife härter machen, ihr eine bräunliche Färbung verleihen und die Andickzeit verkürzen.
Da Harze den Verseifungsprozess und die Verarbeitung deutlich beeinflussen können, müssen sie bei der Berechnung der Rezeptur berücksichtigt werden.
Kräuter
Kräuter sind optionale Zutaten.
Wir empfehlen, sie möglichst fein gemahlen oder in Pulverform zu verwenden, damit die fertige Seife nicht zu grob oder abrasiv wird.
Kräuter können die Mischung verdicken und die Andickzeit verkürzen.
Obst und Gemüse
Obst und Gemüse sollten vorzugsweise getrocknet und pulverisiert verwendet werden.
Frische Zutaten enthalten viel Wasser und organische Bestandteile, die sich verändern oder verderben können und dadurch die Haltbarkeit der Seife beeinträchtigen.
Farbe
Wenn du deinen Seifen Farbe verleihen möchtest, solltest du ausschließlich Farbstoffe verwenden, die für kosmetische Produkte und für den alkalischen Verseifungsprozess geeignet sind.
Dabei sind vor allem zwei Eigenschaften wichtig:
- Stabilität: Der Farbstoff muss der alkalischen Umgebung während der Verseifung standhalten, ohne seine Farbe wesentlich zu verändern. Dies gilt auch während der anschließenden Reifezeit.
- Farbbeständigkeit: Die Seife sollte ihre Farbe behalten, ohne stark auszubleichen oder Haut, Textilien und andere Oberflächen zu verfärben.
Sehr intensiv dosierte Farbstoffe können auch den Schaum färben. Deshalb sollten sie nur in der empfohlenen Menge verwendet werden, sodass der Schaum die Haut und andere Oberflächen nicht sichtbar verfärbt.